Ostern Für
Erwachsene
An alle, deren Gaumen Großes verdient —
Wir schreiben das Jahr Anno Domini 2026. Und wie es sich für Menschen mit beispiellosem Niveau und noch beispielloserem Durst gehört, legt der Ausschuss FREUDE tourt die Messlatte erneut so hoch an, dass selbst ein fein ziselierter Spätburgunder mit einem ehrfürchtigen Nicken quittieren würde.
Die Mission: Weißenfels. Freyburg. Weinfest. Zwei Nächte. Fünfzehn sturmerprobte Gaumen. Und irgendwo dazwischen die feierliche Kür des/der diesjährigen Weinkönigs / Weinkönigin — jener Trophäe, die in der Ruhmeshalle des Vereins noch schmerzlich fehlt — ein leerer Sockel, der seit Jahren auf seinen rechtmäßigen Träger wartet.
Aber der Reihe nach. Freyburg an der Unstrut ist keine gewöhnliche Kleinstadt. Sie ist die heimliche Weinhauptstadt Mitteldeutschlands — und ihr Winzerfest, alljährlich am zweiten Septemberwochenende, ist schlicht das größte Weinfest Mitteldeutschlands. Seit 1933 verwandelt sich die gesamte Innenstadt in einen einzigen großen Weinausschank. Die Winzer der Saale-Unstrut-Region — einem der nördlichsten und damit raren Weinanbaugebiete Deutschlands mit über 1.000 Jahren Weinbautradition — öffnen Keller, füllen Gläser und lassen die Stadt riechen wie ein gut gelagerter Spätburgunder. Dazu gibt es Festumzug, Livemusik und die feierliche Krönung der Gebietsweinkönigin Saale-Unstrut. Der V.f.b. Freude wird selbstverständlich als vollwertiger Teil des Festes in Erscheinung treten — mittendrin, Glas in der Hand, und mit der stillen Entschlossenheit, dem Winzer des Vertrauens bis zum letzten Tropfen die Ehre zu erweisen.
Vorab sei gesagt: Wer dabei ist, geht als Kulturmensch. Wer nicht dabei ist, bleibt leider nur Mensch.
An der Saale hellem Strande
wartet Wein aus edlem Lande —
und wir, Berliner Reisgesellen,
woll’n uns diesem Ruf wohl stellen.
Chronica Vini — Die Abfolge der Ereignisse
Damit auch niemand behaupten kann, er hätte von nichts gewusst — hier der Ablauf, sorgsam destilliert wie ein guter Jahrgang:
Die Reise des edlen Tropfens beginnt in Berlin
Wir reisen standesgemäß per ICE, denn ein feiner Gaumen verdient auch eine feine Anreise. Der Zug ist kein Taxi, aber dafür klimatisiert — und Getränke gibt es auch.
Das Quartier der Weinkenner
Man hätte zelten können. Man hätte auch auf dem Bahnhof übernachten können. Man hat sich dagegen entschieden — und für das Parkhotel Güldene Berge in Weißenfels. Güldene Berge. Man lese das noch einmal laut. Güldene Berge. Damit ist eigentlich alles gesagt.
Was das Vergnügen kostet — und warum es jeden Cent wert ist
Der Verein hat gerechnet. Der Verein hat verhandelt. Der Verein hat dank großzügiger Vereinsunterstützung sogar noch 30,33 € pro Nase herausgeholt. Was bedeutet: Ihr bekommt ein Wochenende mit Weinfest, Hotelzimmer, Bahnticket, Überraschungspaket und Teamwettbewerb — und das alles für den Preis von ungefähr vier guten Flaschen Wein pro Person. Klingt nach einem fairen Tauschgeschäft.
